Kapitel 4 · Wahrscheinlichkeiten

Roulette Wahrscheinlichkeiten & Gewinnchancen

Welche Wette hat welche Gewinnchance? Wie hoch ist der Hausvorteil bei jeder Wettart? Hier findest du alle Zahlen zum europäischen Roulette – präzise und vollständig.

Roulette Wahrscheinlichkeiten – Gewinnchancen Übersicht

1. Grundlagen der Roulette-Wahrscheinlichkeit

Beim europäischen Roulette gibt es 37 Felder (0–36). Die Gewinnchance einer Wette ergibt sich direkt aus der Anzahl der gedeckten Zahlen geteilt durch 37. Der Hausvorteil entsteht dadurch, dass die Auszahlungen leicht unter dem fairen Wert liegen.

Beispiel: Eine En-Plein-Wette deckt 1 von 37 Zahlen, also beträgt die faire Auszahlung 36:1. Casinos zahlen jedoch nur 35:1 – die Differenz ist der Hausvorteil von 1/37 ≈ 2,70 %.

2. Vollständige Übersichtstabelle

Alle Wertangaben gelten für das europäische Roulette (37 Felder, eine Null). Alle Hausvorteile sind identisch – es gibt keine Wette mit besserem oder schlechterem Hausvorteil.

Roulette Gewinnchancen (europäisches Roulette) Roulette Gewinnchancen – Europäisches Roulette (37 Felder) Wettart Gewinnchance Auszahlung En Plein 1 Zahl 2,70 % 35 : 1 Cheval (Split) 2 Zahlen 5,41 % 17 : 1 Transversale (Street) 3 Zahlen 8,11 % 11 : 1 Carré (Corner) 4 Zahlen 10,81 % 8 : 1 Sixain (Six Line) 6 Zahlen 16,22 % 5 : 1 Dutzend / Kolonne 12 Zahlen 32,43 % 2 : 1 Einfache Chancen 18 Zahlen (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade …) 48,65 % 1 : 1 Hausvorteil bei allen Wetten: 2,70 % · Quelle: europäisches Roulette (37 Felder, Null)
Gewinnchancen und Auszahlungsquoten beim europäischen Roulette. Alle Werte beziehen sich auf einen Kessel mit 37 Feldern (0–36).
WettartZahlen gedecktGewinnchanceAuszahlungHausvorteil
En Plein12,70 %35 : 12,70 %
Cheval25,41 %17 : 12,70 %
Transversale38,11 %11 : 12,70 %
Carré410,81 %8 : 12,70 %
Sixain616,22 %5 : 12,70 %
Dutzend / Kolonne1232,43 %2 : 12,70 %
Einfache Chancen1848,65 %1 : 12,70 %

3. Einfache Chancen im Detail

Die einfachen Außenwetten decken jeweils 18 von 37 Zahlen ab – knapp unter 50 %. Die Null gehört zu keiner dieser Gruppen, was den Hausvorteil erzeugt.

  • Rouge / Noir (Rot/Schwarz): 18 rote oder 18 schwarze Zahlen. Null (0) ist grün und zählt nicht.
  • Pair / Impair (Gerade/Ungerade): 18 gerade oder 18 ungerade Zahlen. Die Null gilt als weder gerade noch ungerade.
  • Manque / Passe (1–18 / 19–36): Die niedrigen oder die hohen 18 Zahlen.

Bei allen drei Varianten der einfachen Chancen beträgt die Gewinnchance 48,65 % (18/37). Mit La-Partage-Regel sinkt der effektive Hausvorteil auf 1,35 %.

4. Mehrfache Chancen (Innenwetten)

Innenwetten decken weniger Zahlen ab, bieten dafür höhere Auszahlungsquoten. Die mathematische Formel für die Gewinnchance lautet: n/37, wobei n die Anzahl der gedeckten Zahlen ist.

Die Formel für die faire Auszahlung wäre (37/n) − 1. Casinos zahlen (37/n) − 2, was den Hausvorteil von 1/37 ≈ 2,70 % erzeugt – bei jeder Wettart gleich.

5. Der Hausvorteil verstehen

Der Hausvorteil bedeutet: Bei 37 Spielrunden mit je 1 € Einsatz auf En Plein gewinnst du statistisch einmal (35 €), verlierst 36-mal (36 €) – Verlust von 1 € auf 37 € Einsatz = 2,70 %.

Amerikanisches Roulette: Mit 38 Feldern (0 und 00) zahlt En Plein weiterhin 35:1, obwohl die faire Auszahlung nun 37:1 wäre. Der Hausvorteil steigt auf 2/38 ≈ 5,26 %.

6. Langfristige Mathematik

Kurzfristig kann jeder Spieler gewinnen oder verlieren – das ist der Reiz des Zufallsspiels. Langfristig gleichen sich die Ergebnisse dem statistischen Erwartungswert an: Der Hausvorteil von 2,70 % arbeitet zuverlässig zu Gunsten des Casinos.

Kein Wettsystem ändert diese Mathematik. Systeme wie Martingale verschieben Gewinne und Verluste in der Zeit, können aber den erwarteten Gesamtverlust pro eingesetztem Euro nicht unter 2,70 % senken.

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Häufig gestellte Fragen zu Roulette-Wahrscheinlichkeiten

Wie hoch ist die Gewinnchance bei Rot/Schwarz beim Roulette?

Beim europäischen Roulette beträgt die Gewinnchance für eine Rot/Schwarz-Wette 18/37, also etwa 48,65 %. Das liegt leicht unter 50 %, weil die Null (0) weder rot noch schwarz ist und damit bei einem Nullergebnis alle einfachen Außenwetten verlieren. Beim amerikanischen Roulette sinkt die Chance auf 18/38 ≈ 47,37 %, da dort Null und Doppelnull beide neutral sind. Die Auszahlung beträgt in beiden Fällen 1:1.

Welche Roulette-Wette hat die höchste Gewinnchance?

Die einfachen Außenwetten – Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade und 1–18/19–36 – haben mit 48,65 % die höchsten Gewinnchancen beim europäischen Roulette. Sie decken jeweils 18 von 37 Zahlen ab. Dutzend- und Kolonnenwetten (12 Zahlen) folgen mit 32,43 %. Am seltensten gewinnen En-Plein-Wetten auf eine einzelne Zahl (2,70 %), bieten dafür aber die höchste Auszahlung von 35:1. Der Hausvorteil von 2,70 % ist mathematisch bei allen Wettarten identisch.

Ist der Hausvorteil bei allen Roulette-Wetten wirklich gleich?

Ja, beim europäischen Roulette beträgt der Hausvorteil bei jeder einzelnen Wette exakt 2,70 % – unabhängig davon, ob man auf eine Zahl, ein Dutzend oder Rot/Schwarz setzt. Die Auszahlungsquoten aller Wetten sind so kalibriert, dass genau 1/37 des Einsatzes als Hausvorteil verbleibt. Eine Ausnahme bildet das amerikanische Roulette mit der Five-Number-Bet (0, 00, 1, 2, 3), deren Hausvorteil 7,89 % beträgt – die einzige strukturell schlechtere Wette im Roulette.

Wie berechnet sich die Gewinnchance beim En Plein (Einzelzahl)?

Die Gewinnchance bei einer En-Plein-Wette berechnet sich als 1 geteilt durch die Gesamtzahl der Felder im Kessel. Beim europäischen Roulette mit 37 Feldern ergibt das 1/37 ≈ 2,70 %. Die faire Auszahlung wäre 36:1; Casinos zahlen jedoch nur 35:1 – die Differenz ist der Hausvorteil. Beim amerikanischen Roulette mit 38 Feldern sinkt die Chance auf 1/38 ≈ 2,63 %, die Auszahlung bleibt bei 35:1, was einen Hausvorteil von 5,26 % erzeugt.

Was passiert mit den Gewinnchancen beim amerikanischen Roulette?

Beim amerikanischen Roulette wird dem Kessel eine Doppelnull (00) hinzugefügt, was die Gesamtzahl der Felder von 37 auf 38 erhöht. Die Auszahlungsquoten bleiben unverändert (En Plein 35:1, Dutzend 2:1, Rot/Schwarz 1:1), aber die Gewinnwahrscheinlichkeit sinkt bei jeder Wette. Der Hausvorteil steigt von 2,70 % auf 5,26 % – fast das Doppelte. Bei einfachen Chancen sinkt die Gewinnchance von 48,65 % auf 47,37 %. Für Spieler ist das amerikanische Roulette daher deutlich ungünstiger.

Kann eine Strategie die mathematische Gewinnchance beim Roulette verbessern?

Nein. Keine Wettstrategie kann den mathematischen Hausvorteil von 2,70 % dauerhaft überwinden. Systeme wie Martingale, Fibonacci oder D'Alembert ändern die Verteilung von Gewinnen und Verlusten über Zeit, beeinflussen aber nicht den Erwartungswert jedes einzelnen Einsatzes. Pro eingesetztem Euro verliert man langfristig durchschnittlich 2,7 Cent. Die einzige Möglichkeit, den Hausvorteil zu senken: französisches Roulette mit La-Partage reduziert ihn bei einfachen Chancen auf 1,35 %.