Kapitel 3 · Tisch & Rad

Roulettetisch & Rouletterad – Aufbau erklärt

Das Tableau (Spieltisch) und der Kessel (Rad) sind die zwei zentralen Elemente des Roulette. Wer ihren Aufbau versteht, navigiert sicherer durch alle Wettmöglichkeiten.

Roulettetisch und Rouletterad – Aufbau und Übersicht

1. Das Spieltableau

Das Spieltableau (auch „Layout" oder Spielfeld) ist der bedruckte Teil des Tisches, auf dem die Einsätze platziert werden. Es gliedert sich in zwei Hauptbereiche: die Innenwettenfelder mit den Zahlen 1–36 (plus Null) und die Außenwettenfelder am Rand.

Das Tableau ist international weitgehend standardisiert. Die Zahlen sind in drei Spalten und zwölf Querreihen angeordnet. Die Null steht oberhalb der drei Spalten, separat.

2. Innenwettenfelder

Alle Zahlen von 0 bis 36 sind auf dem Tableau abgebildet. Durch die Positionierung des Chips auf bestimmte Felder oder Linien werden unterschiedliche Wetten platziert:

Platzierung des ChipsWettartZahlen gedeckt
Mitten auf ein ZahlenfeldEn Plein1
Auf die Linie zwischen zwei ZahlenCheval2
Am Rand einer Querreihe (3 Zahlen)Transversale Pleine3
An der Ecke zwischen 4 ZahlenCarré4
Am Rand zweier benachbarter QuerreihenSixain6
Ganz oben, auf Linie zwischen 0 und 1. QuerreiheTrio (0/1/2 oder 0/2/3)3

3. Außenwettenfelder

Die Außenwetten befinden sich am unteren und seitlichen Rand des Tableaus. Sie decken große Zahlengruppen ab und bieten niedrigere Auszahlungsquoten bei höherer Gewinnwahrscheinlichkeit.

Feld auf dem TableauBeschreibungAuszahlung
P (Première / 1–12)Erstes Dutzend: 1–122:1
M (Moyenne / 13–24)Zweites Dutzend: 13–242:1
D (Dernière / 25–36)Drittes Dutzend: 25–362:1
2:1 (3 Felder, rechts)Drei Kolonnen (je 12 Zahlen)2:1
Manque (1–18)Niedrige Zahlen 1–181:1
Passe (19–36)Hohe Zahlen 19–361:1
Pair / ImpairGerade / Ungerade Zahlen1:1
Rouge / Noir (Farbfelder)Rot / Schwarz1:1

4. Der Kessel (Rouletterad)

Der Kessel ist das rotierende Rad mit nummerierten Fächern, in die die Elfenbeinkugel fällt. Er besteht aus mehreren Teilen:

  • Rotor: Der rotierende Innenteil mit den nummerierten Fächern (Nummernring).
  • Stator: Der feststehende Außenring, auf dem die Kugel läuft, bevor sie in den Rotor fällt.
  • Diamanten (Deflektoren): Metallstifte im Stator, die die Kugelbahn unvorhersehbar ablenken und Zufälligkeit sicherstellen.
  • Fächer (Pockets): Die Nummernfächer sind abwechselnd rot und schwarz gefärbt (Null ist grün).

5. Nummernfolge im Kessel

Die Zahlen sind im Kessel nicht in aufsteigender Reihenfolge angeordnet, sondern so verteilt, dass Gleichgewicht und Zufälligkeit maximiert werden. Beim europäischen Roulette lautet die Nummernfolge im Uhrzeigersinn:

0 – 32 – 15 – 19 – 4 – 21 – 2 – 25 – 17 – 34 – 6 – 27 – 13 – 36 – 11 – 30 – 8 – 23 – 10 – 5 – 24 – 16 – 33 – 1 – 20 – 14 – 31 – 9 – 22 – 18 – 29 – 7 – 28 – 12 – 35 – 3 – 26

Diese Anordnung sorgt dafür, dass benachbarte Zahlen im Kessel weit voneinander entfernte Zahlen auf dem Tableau sind – und umgekehrt. Hohe und niedrige sowie gerade und ungerade Zahlen wechseln sich weitgehend ab.

Kesselwetten (z. B. Voisins du Zéro, Tiers du Cylindre, Orphelins) orientieren sich an der physischen Position der Zahlen im Kessel, nicht an der Anordnung auf dem Tableau. Mehr dazu auf der Seite Strategien.

6. Unterschied: Europäischer und amerikanischer Kessel

Der wesentliche Unterschied liegt in der Doppelnull beim amerikanischen Rad:

MerkmalEuropäischer KesselAmerikanischer Kessel
Anzahl Felder3738
Nullen0 (grün)0 und 00 (beide grün)
Hausvorteil2,70 %5,26 %
Anordnung 0 im KesselEinzeln, zwischen 26 und 320 und 00 liegen einander gegenüber

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Häufig gestellte Fragen zu Tisch & Rad

Wie ist ein Roulettetisch aufgebaut?

Ein Roulettetisch besteht aus zwei Hauptbereichen: dem Tableau (Spielfeld) und dem Kessel (Rad). Das Tableau ist die bedruckte Spielfläche, auf der Chips platziert werden – mit den Innenwettenfeldern (Zahlen 0–36) und den Außenwettenfeldern am Rand (Rot/Schwarz, Dutzende, Kolonnen). Der Kessel sitzt in der Regel am kurzen Ende des Tisches und besteht aus einem drehbaren Rotor mit nummerierten Fächern sowie einem feststehenden Stator, auf dem die Kugel läuft. Der Croupier steht zwischen Tableau und Kessel und leitet das Spiel.

Warum sind die Zahlen auf dem Rouletterad nicht in Reihenfolge angeordnet?

Die Anordnung der Zahlen im Kessel ist das Ergebnis präziser Überlegungen zur Ausgewogenheit. Die Verteilung sorgt dafür, dass hohe und niedrige Zahlen, rote und schwarze Zahlen sowie gerade und ungerade Zahlen möglichst gleichmäßig über den gesamten Kessel verteilt sind. Außerdem sollen benachbarte Zahlen im Kessel möglichst weit voneinander entfernt auf dem Tableau liegen. Diese Durchmischung maximiert die Zufälligkeit und verhindert, dass bestimmte Kesselbereiche systematisch bevorzugte Tableau-Gruppen abdecken.

Was ist der Unterschied zwischen Tableau und Kessel beim Roulette?

Das Tableau ist das gedruckte Spielfeld auf dem Tisch, auf dem Chips platziert werden. Es zeigt alle Zahlen von 0 bis 36 in einem Raster sowie die Außenwettenfelder am Rand. Der Kessel ist das rotierende Rad mit den nummerierten Fächern, in das die Kugel fällt. Während das Tableau für die Wetteingabe genutzt wird, bestimmt der Kessel das tatsächliche Ergebnis jeder Runde. Bei Kesselwetten (Voisins, Tiers, Orphelins) orientiert man sich an der physischen Lage der Zahlen im Kessel – nicht an der Anordnung auf dem Tableau.

Was sind Deflektoren (Diamanten) beim Rouletterad und wozu dienen sie?

Deflektoren, auch Diamanten genannt, sind metallische Stifte oder Vorsprünge im Stator (dem feststehenden Außenring) des Rouletterads. Sie unterbrechen die Bahn der rollenden Elfenbeinkugel auf unvorhersehbare Weise und sorgen so für zusätzliche Zufälligkeit. Ohne Deflektoren würde die Kugel relativ gleichmäßig vom Stator in den Rotor gleiten; mit ihnen wird die Flugbahn zufällig abgelenkt, was Visual Tracking erheblich erschwert. Ein gut gewartetes Rad mit intakten Deflektoren gilt als besonders zufallssicher.

Wie erkenne ich Innenwetten und Außenwetten auf dem Tableau?

Auf dem Tableau befinden sich die Zahlen 1 bis 36 (plus Null) im inneren Bereich – das sind die Innenwettenfelder. Chips, die dort platziert werden, gelten als Innenwetten: auf einer einzelnen Zahl (En Plein), auf der Linie zwischen Zahlen (Cheval, Street, Carré, Sixain) oder beim Trio. Am äußeren Rand des Tableaus befinden sich die Außenwettenfelder: Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, 1–18/19–36, die drei Dutzende und die drei Kolonnen. Außenwetten decken große Zahlengruppen ab und bieten niedrigere Auszahlungsquoten bei höherer Gewinnwahrscheinlichkeit.

Was sind Rotor und Stator beim Rouletterad?

Das Rouletterad besteht aus zwei Hauptteilen. Der Rotor ist der rotierende Innenteil mit den nummerierten Fächern (Pockets), in die die Kugel schließlich fällt. Er dreht sich während des gesamten Spiels. Der Stator ist der feststehende Außenring, auf dem die Elfenbeinkugel zunächst kreist, bevor sie durch die Zentrifugalkraft und die Deflektoren nach innen abgelenkt wird und in ein Fach des Rotors fällt. Die Geschwindigkeit des Rotors und die Flugbahn der Kugel im Stator bestimmen gemeinsam das Spielergebnis.