Roulette Varianten im Vergleich
Europäisch, Amerikanisch oder Französisch – die drei Hauptvarianten unterscheiden sich in Kessel, Regeln und Hausvorteil. Hier erfährst du, was die Unterschiede bedeuten und welche Variante du bevorzugen solltest.
1. Europäisches Roulette
Das europäische Roulette ist die in Europa am weitesten verbreitete Variante und gilt als Standard. Der Kessel enthält 37 Felder – die Zahlen 1 bis 36 sowie eine einzige Null (0).
- 37 Felder im Kessel (0–36)
- Hausvorteil: 2,70 %
- Keine Sonderregeln bei Null (außer wenn das Casino En Prison oder La Partage anbietet)
- Standardvariante in deutschen, österreichischen und Schweizer Casinos
Da nur eine Null vorhanden ist, haben alle Wetten eine höhere Gewinnwahrscheinlichkeit als beim amerikanischen Roulette. Für Spieler ist dies die günstigste Standardvariante.
2. Amerikanisches Roulette
Das amerikanische Roulette unterscheidet sich vom europäischen durch eine zweite Null: die Doppelnull (00). Der Kessel enthält dadurch 38 Felder.
- 38 Felder im Kessel (0, 00, 1–36)
- Hausvorteil: 5,26 % – fast doppelt so hoch wie beim europäischen Roulette
- Zusätzliche Wette „Five Number Bet" (0, 00, 1, 2, 3) mit Hausvorteil von 7,89 %
- Verbreitet in US-amerikanischen und einigen Online-Casinos
Empfehlung: Sofern du die Wahl hast, spiele immer europäisches Roulette. Der fast doppelt so hohe Hausvorteil beim amerikanischen Roulette reduziert deine langfristige Gewinnchance deutlich.
3. Französisches Roulette
Das französische Roulette basiert auf dem europäischen Kessel (37 Felder, eine Null) und fügt zwei spielerfreundliche Sonderregeln hinzu:
- La Partage: Fällt die Kugel auf Null, erhalten Spieler mit einfachen Außenwetten (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, 1–18/19–36) die Hälfte ihres Einsatzes zurück. Effektiver Hausvorteil auf einfache Chancen: 1,35 %.
- En Prison: Alternativ zur La-Partage-Regel kann der Einsatz „gefangen" (en prison) gesetzt bleiben und bei der nächsten Runde erneut gespielt werden. Trifft die Wette dann zu, erhält man den Einsatz vollständig zurück.
Durch La Partage ist das französische Roulette bei einfachen Chancen die günstigste Variante für Spieler. Der Gesamtdurchschnitt-Hausvorteil (über alle Wetten) bleibt bei 2,70 %.
4. Variantenvergleich auf einen Blick
| Merkmal | Europäisch | Amerikanisch | Französisch |
|---|---|---|---|
| Felder im Kessel | 37 | 38 | 37 |
| Nullen | 0 | 0 + 00 | 0 |
| Hausvorteil (gesamt) | 2,70 % | 5,26 % | 2,70 % |
| Hausvorteil (einfache Chancen) | 2,70 % | 5,26 % | 1,35 % (La Partage) |
| La Partage / En Prison | Selten | Nein | Ja (Standard) |
| Kesselwetten (Voisins etc.) | Ja | Selten | Ja |
| Verbreitung DE/AT/CH | Sehr hoch | Gering | Mittel |
5. Weitere Varianten
Neben den drei Hauptvarianten gibt es eine Reihe von Abwandlungen, die vor allem in Online-Casinos angeboten werden:
- Mini-Roulette: Verkleinerter Kessel mit 13 Feldern (0–12). Hausvorteil steigt deutlich – rein für Unterhaltungszwecke.
- Multi-Ball Roulette: Mehrere Kugeln werden gleichzeitig in den Kessel geworfen. Jede Kugel ermittelt ein unabhängiges Ergebnis.
- Lightning Roulette (Evolution): Europäisches Roulette mit zufällig ausgewählten „Lightning Numbers", die Auszahlungen von bis zu 500:1 ermöglichen – erkauft durch einen verringerten Standardgewinn bei En-Plein-Wetten.
- Double Ball Roulette: Zwei Kugeln werden gleichzeitig gespielt. Beide müssen die gewettete Zahl treffen, um den Maximalmultiplikator zu erhalten.
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Häufig gestellte Fragen zu Roulette-Varianten
Was ist der Hauptunterschied zwischen europäischem und amerikanischem Roulette?
Der entscheidende Unterschied liegt in der Anzahl der Nullfelder. Das europäische Roulette hat einen Kessel mit 37 Feldern – die Zahlen 1 bis 36 und eine einzige Null (0). Das amerikanische Roulette fügt eine Doppelnull (00) hinzu, was den Kessel auf 38 Felder erweitert. Diese eine zusätzliche Null verdoppelt den Hausvorteil: von 2,70 % beim europäischen auf 5,26 % beim amerikanischen Roulette. Wer die Wahl hat, sollte stets die europäische Variante bevorzugen.
Welche Roulette-Variante hat den niedrigsten Hausvorteil?
Das französische Roulette mit La-Partage-Regel bietet bei einfachen Außenwetten (Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade, 1–18/19–36) den niedrigsten Hausvorteil: nur 1,35 %. Das kommt dadurch zustande, dass bei einem Nullergebnis die Hälfte des Einsatzes zurückgegeben wird. Beim europäischen Roulette ohne diese Sonderregel beträgt der Hausvorteil 2,70 %, beim amerikanischen 5,26 %. Für Spieler, die ausschließlich einfache Chancen setzen, ist das französische Roulette die günstigste Variante.
Was bedeutet die La-Partage-Regel beim französischen Roulette?
La Partage bedeutet auf Französisch „die Teilung". Fällt die Kugel auf die Null, werden alle einfachen Außenwetten – Rot/Schwarz, Gerade/Ungerade und 1–18/19–36 – nicht vollständig verloren. Der Spieler erhält die Hälfte seines Einsatzes zurück. Das senkt den effektiven Hausvorteil bei diesen Wetten von 2,70 % auf 1,35 %. Alle anderen Wetten (Innenwetten, Dutzend, Kolonne) verlieren bei einer Null vollständig.
Was ist die En-Prison-Regel und wo wird sie angewendet?
Die En-Prison-Regel ist eine Alternative zur La-Partage und wird hauptsächlich in französischen und einigen europäischen Casinos angeboten. Fällt die Null, bleibt der Einsatz für eine weitere Runde „gefangen" auf dem Tableau. Gewinnt die Wette in der nächsten Runde, erhält der Spieler seinen vollen Einsatz zurück – ohne zusätzlichen Gewinn. Verliert sie erneut, ist der Einsatz weg. Mathematisch führt En Prison zum selben effektiven Hausvorteil von 1,35 % wie La Partage.
Was ist Lightning Roulette und wie unterscheidet es sich vom klassischen Roulette?
Lightning Roulette ist eine Live-Casino-Variante von Evolution und basiert auf dem europäischen Kessel (37 Felder). Vor jeder Runde werden zufällig 1 bis 5 „Lightning Numbers" gezogen, die Auszahlungen von 50:1 bis 500:1 ermöglichen – statt regulärer 35:1. Der Haken: Der Gewinn bei En-Plein-Wetten auf normale Zahlen wird auf 30:1 reduziert (statt 35:1), um die Jackpot-Auszahlungen zu finanzieren. Der Hausvorteil liegt dadurch höher als beim Standardeuropa. Lightning Roulette eignet sich für Spieler, die auf seltene Großgewinne setzen möchten.
Gibt es Roulette-Varianten ohne jeglichen Hausvorteil?
Nein, jede kommerzielle Roulette-Variante hat einen Hausvorteil. Er entsteht systemimmanent dadurch, dass die Auszahlungsquoten leicht unter den fairen mathematischen Werten liegen – bedingt durch die Null (oder Doppelnull). Der niedrigste erreichbare Hausvorteil bei Standardvarianten liegt bei 1,35 % (französisches Roulette mit La Partage auf einfache Chancen). Angebote, die einen nullprozentigen Hausvorteil versprechen, sind Promotion-Aktionen mit Einschränkungen oder irreführend formuliert.